Letzte Highlights und Abschied nehmen – Cuyabeno 3/3

Sonntag, 11. August 2019

Im strömenden Regen brechen wir heute auf zu einer Community. Wir haben jedoch Glück und nach ca. 30 Minuten hört der Regen auf und wir können entspannt die weiteren 2 Stunden Fahrt genießen. 
In der Community angekommen, werden wir von einem kleinen Mädchen (Catherine) und ihrer Mutter in Empfang genommen. Zusammen mit den beiden machen wir uns daran Yuca Wraps herzustellen. Dafür müssen wir erstmal die Yuca Wurzeln aus der Erde holen und schälen, bevor wir die Wurzeln mithilfe von Metallreiben sehr klein machen. Die geriebene Wurzel wird von Catherines Mutter ausgepresst, damit das teilweise giftige Fruchtwasser entweicht. Anschließend wird aus den trockenen Raspeln der Wrap über dem Feuer fertiggestellt. 
Zusammen mit einem selbstgemachten Salat unseres Guides, lassen wir uns das Mittagessen schmecken. 
Im Anschluss geht es zum Schamanen der Community, der uns viel über seine Praktiken, den wundersamen Likör „Ayahuasca“ und seine Ausbildung erzählt. Diese dauert insgesamt 12 Jahre und nur sehr wenige schaffen letztlich auch die Abschlussprüfung. 
Nachdem sich unsere Lodge dann noch beim Blasrohrschießen gegen eine andere Lodge durchgesetzt hat, geht es auch wieder zurück.  
Am Abend begeben wir uns nochmal Richtung Laguna Grande, um Delfine zu beobachten. Und  tatsächlich, die scheuen aber unglaublich tollen Tiere zeigen sich und wir können viele Augenblicke genießen, in denen die Tiere an die Wasseroberfläche kommen. Anschließend fahren wir wieder zur Lagune zum Baden und genießen den noch traumhafteren  Sonnenuntergang in vollen Zügen. 
Nachdem die Sonne untergegangen ist, suchen wir nach  Caimanen. Leider haben wir heute weniger Glück und sehen keinen Caiman, was wohl auch daran liegt, dass es nahezu Vollmond ist und somit zu hell für die Caimane.
Kurz vor der Lodge wartet dann noch eine weitere Spinne auf uns. Diesmal keine Tarantel, sondern eine Bananenspinne. Es ist die einzige Art im gesamten Reservat, die tödlich ist. 
Unsere Lust danach ins Bett zu gehen ist äußerst gering, aber es hilft nichts.

Montag, 12. August 2019

Unser letzter Tag im Urwald beginnt um 6.15 Uhr mit einer Vogelbeobachtung. Irgendwie setzt sich unser weniges Glück vom Abend zuvor fort und wir sehen kaum Vögel. 
Dafür haben wir umso mehr Glück und kreuzen mit 3 Delfinen den Weg. Die 3 mögen uns anscheinend auch und so verbringen wir bestimmt 15-20 Minuten nur damit den Delfinen beim Schwimmen und Auftauchen zuzusehen. Das ist allemal besser als Vögel beobachten. 
Nach dem Frühstück in der Lodge müssen wir dann leider den Rückweg antreten und zurück zur Cuyabeno Bridge fahren. Auf dem Weg sehen wir noch ein paar schöne Vögel und eine Anaconda, was unseren sehr tollen Regenwaldtrip perfekt abrundet.  
Von der Cuyabeno Bridge aus fahren wir mit dem Bus nach Lago Agrio, wo wir in einen anderen Bus umsteigen und knappe 7 Stunden später wieder in Quito ankommen.
Es war ein wunderschöner Ausflug und absolut empfehlenswert. Einzig die schlechte
Kommunikation am Anfang bzgl. des Nachtbuses von Quito nach Lago Agrio hat unsere Laune etwas getrübt.

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