Sonntag, 01. September 2019
Um 07.00 Uhr werden wir vom Hostel in Arequipa abgeholt und starten in unsere 2-tägige Tour in das Colca Tal und damit zu den größten fliegenden Tiere der Welt: den Kondoren. Von Arequipa aus fahren wir wieder in das Reserva National de Salinas y Aguada Blanca. Wie auch gestern, geht es sehr schnell sehr hoch. Unseren ersten Stopp haben wir deswegen noch in Arequipa gemacht, um uns mit Coca-Blättern einzudecken. Ähnlich wie beim Tee, hilft es gegen die Höhe und dünne Luft einfach ein paar Blätter zu kauen. Als wir nach knapp 2:30 Stunden auf dem höchsten Punkt unserer Tour ankommen, greifen wir auch sehr schnell nach den Coca-Blättern, da wir uns mittlerweile auf fast 5.000m befinden. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick auf die Anden und die ganzen Vulkane in der Umgebung. Einer von ihnen bricht sogar leicht aus und stößt immer wieder Asche- bzw. Rauchwolken aus… sehr beeindruckend. Allerdings sind wir auch ganz froh, dass der Vulkan nicht noch aktiver ist, da wir gar nicht so weit entfernt sind.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt sind wir in Chivay angekommen. Chivay ist quasi die Hauptstadt des Colca Tals, obwohl sie echt nur sehr klein ist – aber es kommt jeder hier vorbei, also ist das dann doch irgendwie berechtigt. Wir werden in unser Hotel für heute gebracht, haben aber nur knapp eine Stunde Zeit bis wir wieder abgeholt werden.
Das Nachmittags- bzw. Abendprogramm umfasst den Besuch eines Thermalbads, die Option des Ziplinings sowie abends ein 3-Gänge Menü inklusive Colca Musik und Tanz. Also auf zu den Bädern. Das Ziplining lassen wir lieber sein, da es doch recht windig und hoch ist und wir beide nicht wirklich Lust drauf haben. Dafür sind die 5 min. entfernten Thermalbäder umso angenehmer. Das Wasser wird hier durch unterirdische Aktivitäten bis zu 73°C warm und auf verschiedene Bäder aufgeteilt. Es ist super schön, endlich wieder ein warmes Bad zu nehmen und sich nach den kalten Tagen in Cusco und Arequipa aufzuwärmen.
Im Anschluss fahren wir wieder zurück nach Chivay, ziehen uns um und gehen dann essen. Das Essen ist wirklich sehr gut, was eine Seltenheit mittlerweile ist. Wir hatten gehofft, dass es in Südamerika mehr leckeres Essen gibt aber wurden bis auf wenige Ausnahmen leider enttäuscht bislang. Die Colca Musik und vor allem die Tänze sind nicht wirklich unser Geschmack, sodass wir froh sind, als der 5. Tanz vorbei ist und wir wieder ins Hotel können.