Dienstag, 20. Januar 2026
Nach einer erholsamen Nacht stehen wir um 08:00 Uhr auf, frühstücken im Hostel und machen uns erneut über den südwestlichen Eingang auf den Weg in den Nationalpark. Heute biegen wir nach einem kurzen Stopp an der Puente Weber – die uns natürlich wieder einen tollen Ausblick beschert – direkt in Richtung Osten ab. Eine erste geplante Wanderung brechen wir jedoch nach wenigen hundert Metern ab, da uns der zu erwartende Ausblick den Zeitaufwand von zwei Stunden nicht wert zu sein scheint.
Stattdessen fahren wir am Río Pehoé entlang zum Hotel Explora. Dort erkunden wir die Stege in den Hügeln, genießen die Sicht auf den Salto Chico und steigen zum höchsten Punkt auf, um den Blick über den Lago Pehoé schweifen zu lassen. Danach zieht es uns zum Mirador Cóndor. Da dieser recht hoch auf dem Berg liegt, starten wir eine kleine Wanderung. Schon zu Beginn ist es sehr windig, doch als wir die Senke zwischen zwei Gipfeln durchqueren, bläst der Wind so heftig, dass wir uns teilweise hinknien müssen, um nicht von den starken Böen umgeworfen zu werden. Steeven muss sogar seine Sonnenbrille sichern, da sie fast den Abflug macht. Vorsichtig bewältigen wir diesen Abschnitt und steigen den letzten Rest bis zum Gipfel auf – der Blick auf das Tal, den See und die Berge ist einfach unglaublich. Auf dem Rückweg peitschen uns die Böen nun von vorne entgegen, was die Sache nicht angenehmer macht.
Unser nächster Halt ist die Hostería Pehoé, ein Hotel auf einer kleinen Insel, das über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist und ein tolles Panorama bietet. Danach fahren wir noch einmal zum Salto Grande. Auf dem Parkplatz sorgt ein liegengebliebenes Auto für Chaos, und wir beobachten fasziniert, wie die großen Busse offroad-tauglich um das Hindernis herumrangieren. Da der Wind heute noch heftiger ist als gestern und es zu regnen beginnt, streichen wir die Wanderung zum Mirador Cuernos und erkunden stattdessen weitere Wege mit dem Auto.
Wir fahren Richtung Laguna Amarga und weiter zur Laguna Azul. Dabei entdecken wir die Cascada Paine, einen wunderschönen Wasserfall im Río Paine, der uns sogar noch besser gefällt als der Salto Grande. Auf dem Weg sehen wir ein verunglücktes Auto, aber zum Glück ist Hilfe bereits unterwegs. Zurück in Puerto Natales erledigen wir unsere Einkäufe, kochen für morgen vor und buchen beim Bus-Sur-Büro unsere Tickets nach Punta Arenas. Zum krönenden Abschluss gönnen wir uns eine King Crab Empanada bei Patagonia Black Lamb – ein Tipp vom Hostel, der Alina absolut glücklich macht. Nach dem Schmieren der Sandwiches geht es gegen halb 12 ins Bett, da der Wecker morgen bereits um 05:00 Uhr klingelt.