Zurück am tollsten Ort der Welt – Galapagos – Santa Cruz

Mittwoch, 11.02.2026

Nach 5:30 Stunden Flug landen wir um 4 Uhr Ortszeit in Guayaquil. Die Gepäckprüfung für Galapagos öffnet erst um 6 Uhr, sodass wir auch erst dann unsere Taschen abgeben können. Unser Weiterflug startet pünktlich kurz nach 10 Uhr, und bereits kurz nach 11 Uhr Ortszeit landen wir auf Galapagos (es gibt eine Stunde Zeitverschiebung zum Festland). Die Immigration zieht sich fast eine Stunde hin, und wir zahlen die Nationalparkgebühr von 200 Dollar pro Person. Danach holen wir das Gepäck ab. Steeven muss seine Taschen durchsuchen lassen, weil die Spürhunde wohl angeschlagen haben, aber am Ende gibt es keine Probleme und wir dürfen unser ganzes Essen mitnehmen.
Vom Flughafen aus nehmen wir einen Bus-Shuttle für 5 Dollar pro Person zur Fähre am Itabaca-Kanal. Auf der Fähre wird sämtliches Gepäck auf das Dach gelegt, und wir setzen in etwa zehn Minuten auf die andere Seite über; die Kosten von einem Dollar pro Person werden direkt während der Fahrt abkassiert.
Auf der Insel Santa Cruz angekommen, nehmen wir für die rund 40 Kilometer nach Puerto Ayora den öffentlichen Bus für 5 Dollar pro Person. Nach etwa einer Stunde erreichen wir Puerto Ayora und nehmen für die letzten Meter vom Busterminal zu unserem Airbnb noch ein Taxi für insgesamt 2 Dollar.
Wir finden das Airbnb nicht auf Anhieb, aber nach fünf Minuten entdeckt uns unser Gastgeber und lässt uns rein. Das Apartment gehört uns ganz alleine und bietet einen schönen Aufenthaltsbereich mit Küche, kleiner Couch und Fernseher, ein Schlafzimmer, ein Badezimmer und ein leeres Zimmer, das wir kurzerhand in einen begehbaren Kleiderschrank verwandeln.
Da wir beide großen Hunger haben und dringend etwas zu essen brauchen, machen wir uns erst einmal Nudeln. Danach wollen wir uns eigentlich nur kurz hinlegen, überhören wegen unserer extremen Müdigkeit aber den Wecker und wachen erst abends wieder auf. Wir raffen uns noch einmal auf, um uns die Hauptstraße und den Hafen bei Nacht anzusehen und kaufen noch Milch und Cola. Auf dem Rückweg gönnen wir uns ein Softeis und lassen den langen Tag schließlich im Airbnb bei einem Whiskey-Cola ausklingen.

Donnerstag, 12.02.2026

Wir schlafen erst einmal aus und frühstücken dann in aller Ruhe. Anschließend recherchieren wir einige Tauchschulen, da wir heute unsere Touren buchen wollen. Nach der Recherche steuern wir die Schulen gezielt an und vergleichen unter anderem die Tauchplätze, Inklusivleistungen und Preise. Am Ende buchen wir für morgen eine Tour mit „Dive and Surf Galapagos“ für 220 Dollar pro Person sowie für in zwei Wochen eine Tour mit „Iguana Galapagos“ für 195 Dollar pro Person. Beides ist nicht günstig, aber im Vergleich zu den anderen Angeboten mit sehr ähnlichen Leistungen haben wir hier noch einiges an Geld gespart.
Zudem ist die Verfügbarkeit aktuell wirklich sehr begrenzt. Dass wir für morgen noch etwas bekommen haben, war reines Glück; bei einer anderen Tauchschule gab es erst wieder in über einer Woche freie Plätze. Falls man also nur begrenzt Zeit hat oder ganz bestimmte Spots tauchen möchte, sollte man in der Hauptsaison definitiv vorher buchen, um Stress und Enttäuschungen zu vermeiden.
Danach gehen wir noch einmal in den Supermarkt und kaufen ein paar Sachen ein, bevor es zurück ins Airbnb geht – auf dem Weg gönnen wir uns erneut ein Softeis. Der Abend verläuft recht entspannt mit Essen kochen und Film schauen, da wir in der Unterkunft einen Fernseher haben, auf dem wir unser Netflix streamen können. Danach gehen wir früh ins Bett, da die Tour morgen schon um 7 Uhr beginnt.

Freitag, 13.02.2026

Wir stehen schon um 5:30 Uhr auf, da wir um 6:15 Uhr loslaufen müssen, um rechtzeitig an der Tauchschule zu sein. Kurz vor 7 Uhr treffen auch die anderen Gruppenmitglieder ein und wir lernen uns erst einmal kennen. Anschließend fahren wir mit einem Pickup-Taxi etwa 40 Minuten nach Norden zum Itabaca-Kanal, unserem heutigen Startpunkt. Dort treffen wir auch zum ersten Mal auf unsere Tauchguides Claudine und Rene. Rene gehörte die Tauchschule, bis er sie letztes Jahr an seinen Sohn übergeben hat und sich nun ganz aufs Tauchen konzentriert – wir können uns deutlich schlimmeres vorstellen.
Mit dem Boot fahren wir rund 30 Minuten bis zum ersten Stopp. Hier müssen zwei Damen aus der Gruppe noch ein paar Übungen als Refresher absolvieren. Das Spannendste dabei: Auf dem Meeresboden liegt ein abgetrennter Haikopf, der von anderen Fischen gefressen wird. Wie wir später erfahren, war wohl früher am Tag ein Orca in der Region und hat sich den Hai höchstwahrscheinlich als Frühstück geholt – Natur pur. Nach weiteren fünf Minuten Fahrt erreichen wir unseren ersten echten Tauchspot „Mosquera North“. Wir sind noch keine fünf Minuten unter Wasser, da sehen wir auch schon unseren allerersten Hai beim Tauchen: einen Hammerhai! Neben diesem Highlight entdecken wir noch unzählige andere Fische, Schildkröten und eine wunderschöne Unterwasserwelt.
Nach einem kurzen Snack an Bord und etwa 40 Minuten Pause erreichen wir unseren zweiten Stopp namens „Daphne“. Es heißt wieder: ab ins Wasser, absinken und genießen. Direkt beim Einstieg befindet sich eine kleine Höhle, in der sich Schwarzspitzen-Riffhaie ausruhen wollen. Allerdings haben ein paar Seelöwen etwas dagegen und „jagen“ die Haie, die daraufhin direkt über unsere Köpfe hinweg flüchten. Es ist absolut spannend, diese Interaktionen vom Höhleneingang aus zu beobachten. Alina hat dabei einen ganz besonderen Logenplatz, da die Haie auf ihrer Flucht haarscharf über ihren Kopf hinwegschwimmen. Wir hätten hier locker den gesamten Tauchgang verbringen können, ziehen aber nach etwa zehn Minuten weiter, als die meisten Haie weg sind und auch die Seelöwen das Interesse verlieren.
An einem kleinen Riff sehen wir super viele bunte und große Fische. Auf dem weiteren Weg schwimmen erneut Hammerhaie an uns vorbei; außerdem entdecken wir Rochen und kleine Mantas. Als wäre das nicht schon genug, haben wir das riesige Glück, dass eine Schildkröte Luft holen will. Sie schwimmt direkt auf Alina zu, bleibt kurz ganz nah bei ihrem Kopf, atmet ein paar Luftblasen ein und verschwindet wieder – quasi ein kleiner Boxenstopp. Das ist einfach magisch. Zu guter Letzt stoßen wir auf einen riesigen, endemischen Fischschwarm mit etlichen tausend Fischen, durch den wir nach Belieben hindurch-, darunter- und darübertauchen können. Das ist mit Abstand unser bisher bester Tauchgang und wird uns für immer in Erinnerung bleiben.
Danach gibt es noch ein kleines Mittagessen auf dem Boot, während wir zum Itabaca-Kanal zurückfahren. Von dort bringt uns das Pickup-Taxi wieder nach Puerto Ayora.
Zurück im Airbnb springen wir nur kurz unter die Dusche und fallen danach sofort ins Bett – denn für 19 Uhr ist schon der nächste Termin an der Tauchschule geplant, um die Bilder und Videos abzuholen. Wir sind pünktlich vor Ort und treffen dort Eoin wieder, der heute seinen 100. Tauchgang gefeiert hat, sowie Mariella. Mit Mariella und ihrem niederländischen Freund Boi gehen wir anschließend noch auf ein Bier in eine Bar. Der Abend artet zwar ein bisschen aus, wird aber super cool und lustig – und auch Eoin stößt zwischenzeitlich noch zu unserer Runde dazu.

Samstag, 14.02.2026

Nach der Bartour gestern ist heute erst einmal Ausschlafen und Entspannung angesagt. Gegen Nachmittag machen wir uns auf den Weg in die Stadt und laufen ein bisschen herum. Wir kaufen unsere Fährtickets für die Fahrten zwischen den Inseln für 35 Dollar pro Person und Fahrt – online vorab wären diese, wie so oft, deutlich teurer gewesen. Dabei treffen wir zufällig Mariella und Boi wieder, die morgen leider schon wieder abreisen. Am Abend zieht es uns noch einmal zur Karnevals-Eröffnung in die Stadt, wo wir uns an den Straßenständen einen Hähnchenspieß und super leckere Tacos schmecken lassen.

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