Insel erkunden geht auch günstig – Galapagos – Santa Cruz

Sonntag, 15.02.2026

Irgendwie sind wir hier etwas kraftloser und müder als noch in Patagonien und auf der Osterinsel, aber genau für solche Phasen haben wir ja ausreichend Zeit eingeplant. Also ist erst einmal wieder Ausschlafen angesagt. Für heute steht „nur“ eine kleine Wanderung zur Tortuga Bay auf dem Plan, weshalb wir uns mit einem ausgiebigen Frühstück beziehungsweise Brunch gut stärken, bevor wir pünktlich zur besten Mittagssonne loslaufen.
Der Weg dorthin ist super schön, zieht sich bei der Hitze allerdings ziemlich in die Länge – es sind etwa 3 Kilometer und man läuft 30 bis 40 Minuten. Dafür wird man am Ziel mit einem der schönsten Strände der Welt belohnt: strahlend weißer pulverartiger Sand und tiefblaues Wasser, dazu Leguane, Haie, Schildkröten und alle möglichen Vogelarten. Direkt an diesem Strand kann man wegen der zu starken Strömung leider nicht ins Wasser, aber gleich nebenan liegt eine Bucht, die von den Wellen und der Strömung her eher einer Badewanne gleicht. Hier lassen wir uns im Schatten von Mangrovenbäumen nieder und genießen für etwa drei Stunden den Strandtag, bevor wir den Rückweg antreten. Der Weg zurück ist leider kein bisschen weniger anstrengend, aber dafür freuen wir uns umso mehr auf die wohlverdiente Dusche.
Am Abend gehen wir erneut in die Stadt, besuchen das dortige „Beerfest“ und essen noch einen Hamburger und eine Empanada.

Montag, 16.02.2026

Heute stehen wir extra etwas früher auf, um nicht wieder mitten in der direkten Mittagssonne unterwegs zu sein. Gegen 10:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Hafen und nehmen ein Wassertaxi für einen Dollar pro Person und Strecke, das uns zur fünf Minuten entfernten Anlegestelle bringt. Von dort aus laufen wir den kleinen Weg entlang und erreichen den „Playa de los Alemanes“. Diesen lassen wir jedoch erst einmal links liegen und gehen direkt weiter zu unserem heutigen Ziel: „Las Grietas“.
Vom Strand aus sind es nur etwa fünf Minuten zu Fuß. Dort angekommen, muss man einen Guide nehmen, was 10 Dollar pro Person kostet; das kann man vorab online erledigen oder, so wie wir, einfach spontan vor Ort. Der Guide erzählt uns einiges über die Flora und Fauna der Region, was wir sehr interessant finden. Am Eingang liegt zudem ein ausgetrockneter Salzsee – das getrocknete Salz wird teilweise als Dünger für die Kokosnusspalmen im Hochland verwendet.
Nach der kurzen Tour haben wir ausreichend Zeit, um in „Las Grietas“ zu schwimmen. Dabei handelt es sich um eine Felsspalte, die mit fast glasklarem Wasser gefüllt ist. Das Wasser ist allerdings ziemlich kalt. Dafür bietet es einen einmaligen Eindruck, wenn man mitten in dieser Schlucht schnorchelt und rechts und links die aufragenden Felswände emporragen. Da uns irgendwann kalt wird, gehen wir etwas vor den anderen aus der Gruppe aus dem Wasser. Unser Guide führt uns dafür noch zu einer zweiten Stelle, an der wir Fotos machen und erneut kurz schwimmen und schnorcheln können. Insgesamt ist der Ausflug super schön und absolut empfehlenswert, da es hier auch erstaunlich viele und große Fische gibt.
Auf dem Rückweg lassen wir uns noch für eine Stunde am „Playa de los Alemanes“ nieder und genießen einfach das Meer und den Strand. Dabei bekommen wir immer wieder Besuch von Enten, die teilweise einen leuchtend roten Schnabel haben. Anschließend fahren wir mit dem Wassertaxi zurück und gehen direkt ins Airbnb, da es Steeven nicht ganz so gut geht. Nach einem guten Mittagessen halten wir einen Mittagsschlaf, bevor wir am Abend noch einmal eine Runde in der Stadt drehen. Später arbeiten wir im Apartment an unserem Blog und schauen noch ein paar Folgen „Bones“ auf Netflix.

Dienstag, 17.02.2026

Wir frühstücken gemütlich zu Hause. Danach machen wir uns auf den Weg zum Charles Darwin Research Center. Den Tortuga-Trail lassen wir dieses Mal allerdings aus, da wir ihn schon bei unserem letzten Besuch gesehen haben. Mittlerweile ist dort ein Guide vorgeschrieben, der 10 Dollar pro Person kostet – das ist es uns nicht wert. Vermutlich haben da ein paar Idioten etwas Dummes angestellt, denn beim letzten Mal durfte man dort noch alleine durchlaufen.
Gegen 13 Uhr zieht es uns an den nahegelegenen Strand „Playa de la Estacion“, wo wir zum Glück ein schattiges Plätzchen finden. Das Ganze ist ein echtes Schauspiel: Neben den Leuten chillen überall Robben und Leguane. Wir gehen im glasklaren Wasser schwimmen und beobachten, wie einige Robben seelenruhig aus dem Wasser kommen, mitten zwischen den Badegästen hindurchspazieren und sich einen schattigen Platz unter den Bäumen direkt neben den anderen Menschen suchen.
Auf dem Rückweg halten wir an einem Gemüsestand. Dort entdecken wir eine Frucht, die wir noch nicht kennen, und lassen uns erklären, wie man sie am besten isst – eine sogenannte Baum-Papaya, die wir für 5 Dollar kaufen. Nach dem Mittag- beziehungsweise Abendessen im Airbnb bringen wir unsere Wäsche zur Wäscherei. Die Waage dort ist allerdings sehr wild: Bei der ersten Messung zeigt sie 7,5 Kilo an, nach einem zweiten Versuch einigen wir uns dann aber auf 5,5 Kilo. Den Rückweg nutzen wir für einen Spaziergang an der Promenade entlang, bevor wir nach Hause gehen, um noch ein paar Dinge am Laptop zu erledigen.

Mittwoch, 18.02.2026

Wir stehen schon gegen 5 Uhr morgens auf, um den Sonnenaufgang vom Hafen aus zu beobachten. Leider hängen viele Wolken am Himmel, aber schön ist der Anblick trotzdem. Danach legen wir uns noch einmal für ein kurzes Schläfchen hin, stehen aber bald wieder auf, um gegen 08:30 Uhr am Fischmarkt zu sein. Zu dieser Zeit sind leider noch nicht viele Boote da, sodass es dort noch recht ruhig zugeht. Trotzdem ist es sehr witzig zu beobachten, wie zahlreiche Pelikane auf Fischreste der Verkäuferinnen warten und nebenan eine Seelöwin ihr Junges säugt.
Auf dem Rückweg schauen wir kurz bei der Wäscherei vorbei und fragen nach, wann wir unsere Sachen genau abholen können – die Antwort lautet „in 20 Minuten“. Also laufen wir noch einmal die Charles Darwin Avenue bis zum Supermarkt hinauf, holen uns ein Schweineohr beim Bäcker und gehen dann langsam wieder zurück zur Wäscherei. Nachdem wir die 5,50 Dollar bezahlt und unsere frisch gewaschene Wäsche entgegengenommen haben, kehren wir ins Airbnb zurück und halten erst einmal einen Mittagsschlaf.
Anschließend heißt es Taschen packen, da für uns morgen früh schon die Fähre in Richtung Isla Isabela ansteht. Am Abend essen wir noch unsere restlichen Lebensmittel auf und machen einen letzten Abendspaziergang mit dem inzwischen obligatorischen Stopp für ein Softeis, ehe wir recht früh ins Bett gehen.

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