Unsere Weltreise startet

Dienstag, 06. Januar 2026

Unsere große Reise begann um 11 Uhr in Rothenburg, von wo aus uns Marion zum Frankfurter Flughafen brachte. Gegen 13 Uhr am Terminal angekommen, verlief das Einchecken und die Gepäckabgabe völlig reibungslos. Die Zeit bis zum Abflug nutzten wir für ein letztes gemeinsames Getränk zu dritt, bevor wir uns um 15:15 Uhr zum Gate verabschiedeten. Pünktlich um 17:10 Uhr hob unser Flug AC843 Richtung Toronto ab. Während Steeven den Langstreckenflug nutzte, um ganze vier Filme zu schauen, verging die Zeit wie im Flug. Nach einer punktgenauen Landung in Kanada und einem unkomplizierten Transfer erwartete uns in Toronto jedoch ein echtes Wintermärchen: Ein heftiges Schneegestöber hüllte den Flughafen ein. Das sah zwar wunderschön aus, bescherte uns aber auch eine Stunde Verspätung für den Weiterflug. Wir nahmen es gelassen – Hauptsache, das Gepäck und wir kommen sicher an. Am Gate verkürzten wir uns die Wartezeit mit einem netten Gespräch mit zwei Kanadierinnen, die von Santiago aus zu einer Antarktis-Kreuzfahrt aufbrechen wollten. Sie sorgten sich rührend um Alina, die so müde war, dass sie kurzerhand für ein Nickerchen auf dem Boden einschlief. Um 23:30 Uhr Ortszeit ging es dann endlich mit dem Anschlussflug AC92 weiter Richtung Chile.

Mittwoch, 07. Januar 2026

Trotz der Verspätung landeten wir am nächsten Morgen sehr erholt in Santiago de Chile, da wir an Bord erstaunlich gut geschlafen hatten. Zu unserer großen Erleichterung tauchten auch unsere Rucksäcke auf dem Kofferband auf – bei Air Canada hatten wir da in der Vergangenheit schon anderes erlebt. Dank der eSIM von Saily, die sofort funktionierte, saßen wir kurz darauf im Uber zum Hostal Forestal. Es fühlte sich ein bisschen wie Heimkommen an, da wir schon 2019 zu Alinas Geburtstag hier übernachtet hatten; witzigerweise erkannte Alinas Handy sogar sofort das alte WLAN wieder. Nachdem wir kurz durchgeatmet hatten, machten wir uns auf den Weg in die Stadt, um Bargeld zu ziehen und Vorräte für das Frühstück zu kaufen. Dabei schlenderten wir durch das charmante Barrio Bellavista mit seinen unzähligen kleinen Bars – ein perfekter Ort, an den wir definitiv für einen Drink zurückkehren werden. Den ersten Abend unserer Weltreise feierten wir schließlich ganz „stilvoll“ im Hostel: Mit dem berüchtigten Tetrapack-Wein „Gato“ stießen wir aus Plastiktassen an. Der Wein war überraschend lecker, nur Alinas Beine machten uns Sorgen, da sie vom Flug noch stark geschwollen waren. Zum Abendessen gab es im „Tres Valles Lastarria“ Thunfisch und Pommes mit Shrimps und Käse, bevor wir den Tag müde, aber glücklich ausklingen ließen.

Donnerstag, 08. Januar 2026

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Toast und Joghurt machten wir uns auf zum Cerro Santa Lucia. Die Parkanlage ist traumhaft, auch wenn uns die tiefen Wolken heute noch die perfekte Fernsicht über Santiago verwehrten. Wir kommen einfach bei blauem Himmel noch einmal wieder! Auf dem Gipfel trafen wir einen 75-jährigen Belgier, einen ehemaligen Professor, mit dem wir ein langes und inspirierendes Gespräch führten. Zufälligerweise war auch er mit seiner Frau auf dem Weg zur Antarktis – genau wie die Damen in Toronto. Später suchten wir am Plaza de Armas und im Mercado Central nach einer SIM-Karte von Entel für unseren Patagonien-Trip, wurden aber zwischen den etwas unseriösen Straßenständen nicht fündig. Zur Belohnung für den langen Marsch gab es erst einmal ein Softeis bei McDonald’s für schmale 600 CLP. Zurück im Hostel stand Recherche auf dem Plan: Da die Sicherheitslage in Ecuador derzeit schwierig ist, haben wir unsere Route kurzerhand angepasst. Statt der Pause in Guayaquil fliegen wir nun einfach eine Woche früher nach Galapagos – finanziell und sicherheitstechnisch die beste Entscheidung. Zum Abendessen gab es im „Galindo“ im Barrio Bellavista chilenische Hühnersuppe und Steak mit scharfem Püree. Den Abend ließen wir bei unserem ersten Pisco Sour und einer Runde „Cambio“ mit anderen Reisenden ausklingen. Bevor wir schlafen gingen, legten wir uns alles für den frühen Aufbruch morgen bereit, um im Schlafsaal keinen Lärm zu machen. Leider war einer unserer Zimmergenossen weniger rücksichtsvoll: Sein Handy bimmelte die ganze Nacht bei jeder Nachricht lautstark durch – ein echtes Hostel-Highlight.

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