Unser Patagonien-Ausklang in Punta Arenas

Dienstag, 27. Januar 2026

Endlich verlassen wir das unangenehme Hostel und machen uns auf den Rückweg nach Punta Arenas. Wir stehen um 6:45 Uhr auf und verzichten auf das Frühstück, da unser Bus bereits um 8:00 Uhr abfährt. Es regnet in Strömen, doch zum Glück wartet der Bus von Bus Sur schon am Terminal, sodass wir unser Gepäck direkt abgeben und ins Trockene flüchten können. Das ist ein Segen, da wir beide mittlerweile ordentlich erkältet sind.
Die Sitze sind zwar etwas enger als auf der Hinfahrt, aber dafür ist der einstöckige Bus kaum besetzt. Da alle Passagiere überpünktlich sind, rollen wir sogar zehn Minuten früher los und schlafen fast sofort ein. Die Grenzkontrollen verlaufen dank der kleinen Gruppe extrem zügig: Ausreise Argentinien, kurze Weiterfahrt, chilenische Einreisekontrolle inklusive Gepäck-Scan und schon sitzen wir wieder im Bus. Trotz des schlechten Wetters am Morgen haben wir erneut Glück und die Fähre über die Magellanstraße verkehrt ohne Probleme.
Da der Bus keine unnötigen Zwischenstopps einlegt, erreichen wir Punta Arenas bereits um 16:00 Uhr. Nach dem kurzen Fußweg zu unserem bekannten Hostel und einem kleinen Snack gehen wir einkaufen. Da wir nach der langen Fahrt richtig Hunger haben, gibt es ein ordentliches Abendessen: einen großen Salat für Alina und Bratnudeln für Steeven. Den restlichen Abend verbringen wir entspannt bei einigen Tassen Tee und hoffen, dass wir die Erkältung über Nacht ein wenig ausschlafen können.

Mittwoch, 28. Januar 2026

Heute steht alles im Zeichen der Entspannung, also schlafen wir erst einmal ordentlich aus. Steeven ist als Erster wach, macht es sich im Gemeinschaftsbereich gemütlich und beginnt damit, die Unmengen an Bildern und Videos zu sortieren und an ersten Reels zu basteln. Neben seiner Erkältung macht ihm allerdings sein kleiner Zeh zu schaffen, den er sich gestern auf der Fahrt so unglücklich verletzt hat, dass er vermutlich gebrochen ist.
Nachdem wir den halben Tag faulenzend im Hostel verbracht haben, zeigt sich das Wetter doch noch von seiner guten Seite. Wir beschließen, Punta Arenas trotz Steevens „Humpelfuß“ ein wenig zu erkunden. Unser erster Weg führt uns hinauf zum Aussichtspunkt, von dem aus wir einen fantastischen Überblick über die gesamte Stadt haben. Von dort spazieren wir hinunter zur Magellanstraße, schlendern ein Stück am Wasser entlang und biegen schließlich wieder Richtung Innenstadt ab.
Ein besonderer Stopp ist der örtliche Friedhof. Wie schon in Santiago faszinieren uns die prachtvollen Gräber und die Grabwände, in denen die Särge oder Urnen wie in Regalen übereinander gestapelt sind. Jedes Fach ist individuell mit Herzen, Blumen und Fotos gestaltet und mit einer Glasscheibe verschlossen – ein beeindruckender Anblick. Nach fast zwei Stunden und über 10.000 Schritten kehren wir zum Hostel zurück. Den restlichen Abend verbringen wir nach einem kurzen Einkauf im Supermarkt wieder ganz entspannt am Laptop, sortieren weiter Fotos und lassen den Tag ruhig ausklingen.

Donnerstag, 29. Januar 2026

Auch heute lassen wir es ganz ruhig angehen. Da wir in Punta Arenas bereits alles gesehen haben, machen wir es uns im Hostel gemütlich. Wir nutzen die Zeit, um den Rückstau an Fotos und Videos der letzten Tage aufzuarbeiten und kommen endlich ein gutes Stück voran. Das Wetter ist ohnehin eher bescheiden, was den Aufenthalt in diesem familiären und behaglichen Hostel nur noch angenehmer macht. Auch Steevens Zeh erholt sich zusehends und bereitet weniger Sorgen.
Da dies unser letzter Tag in Patagonien ist – morgen treten wir bereits die Rückreise an – beschließen wir, den Abschied gebührend zu feiern. Wir kehren gegen 18:00 Uhr noch einmal in unser Lieblingsrestaurant La Luna ein. Wir gönnen uns beide ein fantastisches Steak mit Kartoffeln und stoßen mit einem lokalen patagonischen Bier auf die Erlebnisse der letzten Wochen an.
Zurück im Hostel packen wir unsere Rucksäcke für die Weiterreise. Da unser Flug von Punta Arenas nach Santiago de Chile recht früh geht, haben wir uns bereits ein Uber für kurz vor 8:00 Uhr vorbestellt. Das klappt hier immer hervorragend und erspart uns morgendlichen Stress, bevor es zurück in den Norden geht.

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