Dienstag, 03. Februar 2026
Nach einem schnellen Frühstück und dem Vorbereiten der Sandwiches startet um 8:40 Uhr unsere „Taha Tai“-Tour zu den absoluten Highlights der Insel. Unterwegs stellen wir fest: Es gibt hier tatsächlich so unglaublich viele Hühner, wie uns prophezeit wurde.
Unsere Route führt uns zunächst nach Vaihu und Akahanga, wo man die beeindruckenden, leider umgestürzten Moai und die Überreste alter Siedlungen besichtigen kann. Danach folgt das Highlight: Rano Raraku, der „Vulkan der Statuen“, in dessen Steinbruch fast alle Moai der Insel gefertigt wurden und noch heute hunderte unvollendete Giganten aus der Erde ragen. Ganz in der Nähe bewundern wir Ahu Tongariki, die größte Anlage der Insel, auf der 15 majestätische Statuen mit dem Rücken zum Pazifik thronen. Zum Abschluss genießen wir die Idylle von Anakena, einem paradiesischen Palmenstrand, an dem die ersten Siedler landeten und der ebenfalls von einer prachtvollen Ahu-Anlage bewacht wird.
Ein echtes Spektakel erwartet uns am späten Abend: Um 22:00 Uhr beginnt die offizielle Eröffnung des „Tapati Rapa Nui Festivals 2026“. Wir sind rechtzeitig vor Ort und die Atmosphäre ist elektrisierend – es fühlt sich an, als wäre die gesamte Inselbevölkerung samt aller Touristen zusammengekommen. Den Auftakt machen die beiden Familien der Thronanwärterinnen, die in traditioneller Kleidung mit Fackeln, Fahnen und Gesängen einziehen. Da alles auf Rapa Nui moderiert wird, verstehen wir zwar kein Wort, aber die Energie ist auch so greifbar.
Sobald die offizielle Moderation auf der Bühne zu Spanisch wechselt, können wir dem Geschehen besser folgen. Die Reden der Kandidatinnen und der amtierenden Königin sowie die kraftvollen Tanzaufführungen sind tief beeindruckend. Gegen 23:30 Uhr macht sich bei uns jedoch die Müdigkeit der Tagestour bemerkbar. Für den Heimweg wählen wir die beleuchtete Route durch das Wohngebiet – eine Entscheidung, die wir fast bereuen, da uns in der Dunkelheit unzählige Kakerlaken begegnen. Für uns beide definitiv die einzige Schattenseite der Inseltiere. Als wir eine Stunde später im Bett liegen, schallt die Musik des Festivals immer noch leise zu uns herüber.